Karaté-Do Shotokai

Meister Gichin Funakoshi

Meister Gichin Funakoshi

Meister Gichin Funakoshi

   Zu Beginn existierte eine Gruppierung (Kai) mit der Zielsetzung, Meister Gichin Funakoshi (1868-1957) zu unterstützen; dessen Spitzname Shoto war. Die Gruppe nannte sich daher Shotokai (Betonung shôôtôôkaï).



    Der ursprünglich aus Okinawa stammende Meister Gichin Funakoshi brachte Karate Do um 1920 nach Japan (Honshu) und liess sich schliesslich in Tokyo nieder.



   Sein Leben bietet Stoff für einen spannenden Roman. Er gilt als der Vater des modernen Karate.



    Heute orientiert sich Karate-Do Shotokai nach dem von Meister Shigeru Egami(1912-1981) eingeschlagenen Weg.



Meister Egami, Shihan Shotokaï

Meister Shigeru Egami

Meister Shigeru Egami

   Nach dem Tod von Meister Gichin Funakoshi 1957, wurde Meister Egami, mit Zustimmung der Familie Funakoshi zum Shihan (Oberhaupt der Schule) des Dojo Shotokan und der Organisation Shotokai, ernannt.


   Meister Egami begriff die Praxis der Kampfkunst als Weg der Erleuchtung und der Vervollkommnung.


   Nach Jahren intensiven Praktizierens kam er zum Schluss, dass fortwährender Einsatz körperlicher Kraft und harte, blockierte Bewegungen in eine Sackgasse führten.


   Er ändert die Art zu üben und zu denken. Begriffe wie Sieg und Niederlage, stark und schwach hatten nach seiner Auffassung keinen Platz. Seine Ziele waren Harmonie und ganzheitliches Denken.


   Die Bewegungen wurden raumgreifender geschmeidiger, die Stellungen tiefer und länger.


   Wettkampf oder sportliche Betrachtungsweise waren ihm fremd und fielen gänzlich weg.


Meister Tetsuji Murakami

Meister Tetsuji Murakami

Meister Tetsuji Murakami

   Meister Murakami (1927-1987) war der erste japanische Karatelehrer, der sich in Frankreich niederliess, um Karate-Do zu unterrichten. Im November 1957 kam er in Marseille an. 1967 begegnete er bei einem Besuch in Japan Meister Egami. Überrascht und erstaunt über die Art, wie Meister Egami Karate verstand und praktizierte, entschloss er sich die Auffassungen von Meister Egami zu übernehmen und wurde der Delegierte von Meister Egami für Europa.


   Meister Murakami lehrte, dass das Ziel des Shotokai die Befreiung von Körper und Geist ist. Die nachfolgenden Zitate verdeutlichen seine Auffassung:

   « Sich selber besiegen; den Köper, die Gefühle. Zuerst den Körper. Er muss « gebrochen », sein Wiederstand überwunden werden, dann ist er formbar, modellierbar .Ein hartes, extremes Training ist nötig und nüztlich.

   Sodann ist der Weg des geringsten Widerstandes unbedingt zu vermeiden. Die Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten ist ein absolutes Muss. Sich überwinden, an seine Grenze und darüber hinaus gehen .

   Um diesen Preis lernt man sich selber und seine verschiedenen, unheilvollen Gefühle wie Hass, Wut, Faulheit, Ungeduld wahrhaftig kennen.

   Sie zu besiegen zu beherrschen ist äusserst schwierig. »


   Meister Murakami starb am 24. Januar 1987 in Paris. Sein Grab befindet sich auf dem Cimetière Intercommunal de Clamart.

 


Vereinigung Mushinkai

Chefinstruktor Luís de Carvalho

Chefinstruktor Luís de Carvalho


Midare in Sérignan-Plage

Midare in Sérignan-Plage

   Die Vereinigung Mushinkai wurde von zahlreichen Schülern mit dem Ziel, die Arbeit weiterzuführen und das Erbe von Meister Murakami zu bewahren, gegründet. Der technische Verantwortliche dieser Organisation ist Luís de Carvalho (geb. 1959); der Präsident ist Xavier Corbin (geb. 1933).


   Luís de Carvalho ist heute Chefinstruktor der Vereinigung Mushikai. Er war seit 1982 Assitent und von 1983 bis zum Tod von Meister Murakami 1987 erster Assitent.


   Auch andere ehemalige Assistenten von Meister Murakami sind heute als Instruktoren für die Vereinigung Mushinkai tätig, so Jean-Marc Labat (geb. 1952) und Pierre-Jean Boyer (geb. 1951).


   Heute umfasst die Vereinigung Mushinkai Mitglieder in Frankreich, in Italien und in der Schweiz. Jährlich werden ca. ein Dutzend stages (mehrtägige Trainingseinheiten) in ganz Europa abgehalten. Der wichtigste und grösste ist dabei der Sommerkuirs in Sérignan-Plage (2 Wochen am Meer). Sérignan ist auch einer der ältesten Kurse in Europa. Er wird seit 1969 ununterbrochen durchgeführt.




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